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Heizen mit Holz

 

 

 

Welche Mengen Holz werden zum Heizen benötigt ?

Der Heizwert ist je nach Baumart (Nadel- oder Laubbäume) unterschiedlich hoch und liegt im Mittel bei etwa 4,23 kWh/kg lufttrockenem ( ca. 15 - 18 % Restfeuchte) Holz. 1 Raummeter entspricht einem Quader von je 1 Meter Kantenlänge (1x1x1mtr) aufgeschichtetem Holz und ist das übliche Verkaufsmaß für Brennholz. Da sich zwischen den aufgeschichteten Holzstücken verschieden große Lufträume befinden, entspricht das tatsächliche Volumen an massivem Holz nur ca. 0,7 - 0,8 m³. 1 Raummeter (Restfeuchte ca. 20 %) entspricht ca. 200 ltr. Heizöl EL oder 200 m³ Erdgas H. Brennholz sollte in jedem Fall nach seinem Volumen und nicht nach Gewicht gekauft werden. Frisch geschlagenes Holz enthält noch viel Wasser und ist dadurch zunächst schwerer. Nach der Lufttrocknung sind Gewichtsveränderungen bis zu 40 % keine Seltenheit. Das Volumen ändert sich jedoch auch nach der Lufttrocknung kaum (ca. 8-10%).

Feuchtigkeit

Frisches Holz ist wegen des hohen Wassergehaltes als Brennstoff ungeeignet, es muß erst zur Verbrennung aufbereitet werden. Das geschieht durch Lufttrocknung, bei der das Holz entwässert wird. Nach dem 1. Jahr Lagerung bzw. Lufttrocknung sind noch ca. 20-25 % Restfeuchte im Holz vorhanden. Mit dem bloßen Auge ist die Restfeuchte allerdings nicht zu erkennen. Lagern Sie daher Ihr Holz lieber über einen längeren Zeitraum, da zu hohe Restfeuchte nicht nur den Heizwert senkt, sondern auch die Feuerraum- und Abgastemperatur verringert. Eine zu hohe Restfeuchte im Holz ist auch immer wieder die Ursache dafür, daß sich bei der Verbrennung die mit Wasserdampf vermischten Teerdämpfe im Kessel und Schornstein als Glanzruß niederschlagen. Hierdurch wird dann auch der CO2-Wert gesenkt und die CO-Ausscheidung begünstigt. Ein weiterer unangenehmer Nebeneffekt ist, daß die zu hohe Restfeuchte den Taupunkt der Abgase reduziert und damit die Gefahr der Schornsteinversottung steigt. Bitte beachten Sie daher:

Lagern Sie Ihr Holz lange genug ab, bevor Sie es verheizen, denn so entlasten Sie nicht nur Ihren Geldbeutel, sondern auch unsere Umwelt.

 

Zur sach- und fachgerechten Lagerung:

Nur gebrauchsfertiges (zersägt und gespaltenes) Holz lagern, da es so schneller trocknen kann. Stapeln Sie das Holz kreuzweise unter einem Abdach. So ist es vor direkter Durchnässung geschützt und die Luft kann durch alle Schichten zirkulieren. Legen Sie stets einen so großen Vorrat an, daß für das frische Holz genügend Zeit zur Trocknung bleibt. Nach einer Empfehlung des Zentralinnungsverbandes des Schornsteinfegerhandwerks sollten folgende Trocknungszeiten eingehalten werden:

Pappel und Fichte müssen vor der Verbrennung mindestens 1 Jahr gelagert werden.

Linde, Erle und Birke vor der Verbrennung mindestens 1 1/2 Jahre lagern.

Buche, Eiche, Esche und Obstbaum dürfen frühestens nach 2-jähriger Lagerung zum Heizen eingesetzt werden.

Da der tatsächliche Restfeuchtegehalt mit bloßem Auge nicht sichtbar ist und nur mit teueren Meßgeräten ermittelt werden kann, empfiehlt sich unabhängig von der verwendeten Holzart eine mindestens 2-jährige Lagerung.

 

Die Verbrennung

Die Verbrennung von Holz geschieht im wesentlichen in zwei Phasen: Erstens der Erwärmung und Trocknung und zweitens der Entgasung durch thermische Zersetzung. Die durch die Rauchgase oder Strahlung übertragene Wärme erhöht die Temperatur des eingebrachten Holzgutes. Aufgrund der Porigkeit erwärmt sich dieses von außen nach innen relativ gleichmäßig, sodaß die Restfeuchte entzogen werden kann. Durch diese Trocknung schwindet das Holz und am Rand kommt es zu Rissen, die wiederum die Trocknung des Kerns beschleunigen. Diese Rißbildung erkennen Sie durch das typische Prasseln, Knistern und Herausplatzen von Holzteilen (besonders bei harzhaltigen Nadelhözern!). Nach der Trocknung wird das Holz bei ca. 100 °C entgast, der im Holz gebundene Sauerstoffgehalt (ca. 44%) entweicht und die festen Bestandteile des Holzes werden verflüssigt und anschließend verdampft. Nach Erreichen der Entzündungstemperatur von ca. 240 °C setzt dann die Flammenbildung ein. Das Holz wird nun immer weiter erwärmt, sodaß die flüchtigen Bestandteile bei ca. 800 °C völlig verbrannt sind. Die so entstandene glühende Holzkohleschicht wird dann durch die heißen Brenngase fast vollständig zersetzt. Dank dieser guten Zersetzung liegt der Aschegehalt auch nur bei ca. 1 % der Holzmasse.

Die Asche enthält einen hohen Anteil an Kaliumcarbonat, besser bekannt als Pottasche, die sich sehr gut als Düngemittel im eigenen Garten verwerten läßt.

 

Tips für richtiges Heizen

Brennstoffvorbereitung: Beachten Sie, daß nur etwa unterarmstarkes Holz einen guten Ausbrand hat. Auch Rundhölzer, seien sie noch so klein, sind unbedingt zu spalten. Beachten Sie auch die Größe bzw. max. Länge der Holzscheite, wie sie in Ihrer Heizanleitung stehen.

Anheizen: Stellen Sie, soweit vorhanden, die Anheizklappe ganz auf. Schichten Sie nun dünnes Anfeuerholz locker in den Feuerraum und zünden Sie es mit Hilfe von etwas Hobelspänen, Holzwolle oder Zeitungspapier an. Das funktioniert wunderbar, probieren Sie es einmal aus. Die Feuerraumtür bleibt jetzt noch geöffnet.

Dauerbrand: Hat das Holz gut durch gezündet (Grundglut), können Sie nun die eigentlichen Holzstücke - wieder gut geschichtet - einlegen. Die Feuerraumtür kann jetzt geschlossen werden. Je nach Abbrandverhalten des Holzes kann durch Drosseln oder Freigeben der Verbrennungsluft die Feuerung beeinflusst werden. Beachten Sie hierbei, daß die für die Holzverbrennung notwendige Verbrennungsluft erst gedrosselt wird, wenn nur noch Holzglut vorhanden ist.

Säuberung: Wie bereits erwähnt, erzeugt Holz weniger als 1 Prozent Asche. Innerhalb der Heizperiode ist es jedoch wichtig, je nach Benutzung, einige Male den Feuerraum von der Asche zu befreien und zu reinigen.

 

Die Ökobilanz

Besonders in der Diskussion um die Reduzierung der CO2-Emissionen ist es wichtig, die verschiedenen Energieträger auf ihre "Ökologische Bilanz" hin zu untersuchen. Betrachten wir daher den Naturstoff Holz einmal in seinem gesamten Kreislauf. Während des Wachstums entnimmt die Pflanze (Baum) dem Boden und der Luft die notwendigen Nährstoffe. So entzieht sie dem Boden Wasser und verschiedene Mineralien, der Luft das oft zitierte Kohlendioxid (CO2). Mit Hilfe der Sonnenenergie bzw. des Sonnenlichts werden diese Stoffe in einem komplizierten chemischen Prozess umgewandelt und die bekannten Produkte wie Zellulose und Lignin aufgebaut. Durch die Verbrennung der Holzsubstanz wird dieser Vorgang quasi umgekehrt, denn es werden hierbei die Bestandteile wie Wasser und CO² wieder abgegeben. Die Bilanz ist also gegenüber anderen Energieträgern im wesentlichen ausgeglichen. Es wäre allerdings vermessen zu behaupten, daß Holz ohne jedwede Rückstände verbrennen würde. Diese Emissionen werden in der Hauptsache bei einer unvollständigen Verbrennung, d.h. bei Verbrennungsluftmangel verursacht, so daß z.B. Teer, Glanzruß, Säuren und Kohlenmonoxid (CO) entstehen können - daher haben moderne Festbrennstoff-Feuerstellen ein ausgefeiltes System für Primär- und Sekundärluftführung.

Auch wenn das Holz im Wald verrottet, werden diese CO²-Mengen wieder an die Umwelt abgegeben, so daß Heizen mit Holz keine zusätzliche Belastung der Atmosphäre bedeutet.

Interessant ist in diesem Zusammenhang auch, daß im Jahre 1999 der verfügbare Holzbestand nur zur etwa 60 % genutzt wurde! Und noch ein entscheidender Vorteil: Holz ist ein nachwachsender Rohstoff und steht praktisch vor unserer Haustüre. Eine nachhaltige Brennholz-Ernte ist dabei kein Raubbau am Wald: ein gepflegter, durchforsteter Wirtschaftswald ist viel gesünder als ein Urwald, dessen Bäume im Ausscheidungskampf untereinander stehen und in dem das Holz verfault.

 

 

Wie lagert man Holz richtig?

Holzscheite sollte man gestapelt im Trockenen (überdacht) lagern. Wichtig dabei ist, dass durch diesen Stapel Luft durchströmen kann und, dass die Scheite mit einer Stirnseite nach außen liegen.

Wie lange muss Holz lagern, bis man es verheizen kann?

Die Trocknungs- und Lagerzeiten sind abhängig von der jeweiligen Holzart, die zum Heizen verwendet wird. Die Mindest-Trocknungszeit der unterschiedlichen Holzarten finden Sie in der folgenden Tabelle:

Tanne, Pappel 1 Jahr - Fichte, Birke, Kiefer 1 ½ Jahre - Buche, Esche, Obstbäume 2 Jahre - Eiche 2 ½ Jahre

Welche Vorteile haben Sie beim Heizen mit Holz?

Holz ist ein einheimischer Rohstoff, der überall in Deutschland preisgünstig zu erwerben ist. Sie können es problemlos lagern und aufbereiten. In der Zukunft ist bei fossilen Brennstoffen mit einer deutlichen Preissteigerung aufgrund der Verknappung zu rechnen, selbst optimistische Experten rechnen damit, das in ca. 30 Jahren alle leicht verfügbaren Resourcen erschöpft sind. Der Preis für Holz als nachwachsenden Rohstoff wird wohl weiterhin an den erforderlichen Arbeitsaufwand zur Gewinnung gekoppelt bleiben - das war schon immer so. Zudem ist Holz eine krisensichere Wärmequelle, denn ein Kamin braucht keinen Strom - wenn Ihre Heizung mal im Winter ausfällt, wird es am Kamin gemütlich.

Darüber hinaus praktizieren Sie beim Heizen mit Holz aktiven Umweltschutz, denn das bei der Verbrennung frei werdende Kohlendioxid würde auch bei der natürlichen Holzverrottung entstehen, problematisch für das Klima ist dagegen die Verbrennung von fossilen Brennstoffen, weil hierbei in Jahrmillionen eingelagerter Kohlenstoff in einer erdgeschichtlich betrachtet minimalen Periode von wenigen hundert Jahren gleichzeitig frei wird.

Dennoch sollte man auch beim Heizen mit Holz auf gute Wirkungsgrade und geringe Emissionen achten. Der alte offene Kamin ist deshalb aus der Mode gekommen: Der Wirkungsgrad liegt hier nur bei ca. 25 %, der Rest geht zum Schornstein raus. Hinter einer Scheibe verbrennt das Holz schadstoffarm und vor allem langsamer - übliche Wirkungsgrade moderner Öfen und Heizeinsätze liegen über 75 %. Über die Zuluftregelung (Primärluft) kann die Verbrennung reguliert werden - je langsamer, desto besser ist der Wärmegewinn. Ein Teil der Frischluft wird an die Scheibe geführt, um Rußablagerungen freizuspülen und wegzubrennen.

Mehrere Kamine und Öfen mit selbstschließenden Türen (Bauart A1) können sich auch einen einzigen Schornsteinzug teilen, dies ist wegen der Brandgefahr bei offen Feuerstellen (Bauart 2, oder A) nicht möglich. Ebenfalls nicht zulässig ist eine Mehrfachbelegung mit dem Zug der Zentralheizung.

Holz verbrennt zu 80% als Gas, demnach ist Holz eigentlich ein „gasförmiger“ Brennstoff. Chemisch betrachtet, ist die Holzverbrennung ein radikaler Vorgang, der eigentlich nur schwer zu steuern ist. Bei der Verbrennung unterscheidet man PRIMÄR- und SEKUNDÄRLUFT. PRIMÄRLUFT wird unmittelbar dem Verbrennungsort zugeführt. Aber 80 % des Holzes verbrennen oberhalb des Verbrennungsortes. Die dort zugeführte Luft ist die SEKUNDÄRLUFT. Holz verbrennt in 3 Phasen: TROCKNUNGSPHASE - ENTGASUNGSPHASE - OXIDATIONSPHASE Holz, das 2 Jahre getrocknet wurde, hat den doppelten Heizwert wie frisch geschlagenes Holz aus dem Wald.

E M P F E H L U N G E N - ZUM - HEIZEN - MIT - HOLZ:

VO R B E R E I T U N G : 1. Voraussetzung ist, dass Ihr Kaminofen fachgerecht installiert wurde und die Eignung Ihres Schornsteins, die Brandschutzmaßnahmen (Sicherheitsabstände) sind die Verbrennungsluftversorgung von dem zuständigen Schornsteinfegermeister positiv bewertet wurden. 2. Verbindungsstücke sollten möglichst direkt steigend zum Schornstein geführt werden. 3. Entfernen Sie alle Verpackungsaufkleber am Gerät und entnehmen Sie alle dem Ofen beigefügten Schriften und Bedienhilfen (z. B. Anleitung, Schürhaken, Handschuh) 4. Lesen Sie die beigefügten Anleitungen genau durch und befolgen Sie die vom Hersteller angegebenen Richtlinien. 5. Beim ersten Anheizen öffnen Sie bitte alle Fenster im Aufstellraum, da die Schutzlackierung wegen Nachtrocknung zu Geruchsbelästigung führen kann. 6. Verwenden Sie nur trockenes Holz – am besten eignet sich Buche und Birke.

H E I Z E N : 1. Primär- und Sekundärluft maximal öffnen! (Achten Sie auch darauf, dass die ggf. in Ihrem Verbindungsstück eingebaute Drosselklappe ganz geöffnet ist). 2. Zwei bis drei Anzündwürfel auf den Rost legen, darauf Reisig oder kleine Holzstücke legen. 3. Entzünden Sie die Würfel und lehnen Sie die Feuertür zunächst nur an (nicht ganz schließen), damit die Rauchgase nicht gleich an der Sichtscheibe kondensieren können. So vermeiden Sie, dass die Sichtscheibe schnell beschlägt. 4. Öffnen Sie beim Nachlegen von Brennstoff die relativ große Tür vorsichtig, damit Sie nicht durch Sog-Wirkung Rauchgase in den Wohnraum ziehen. 5. Legen Sie nur soviel Brennstoff auf, wie in der Bedienungsanleitung angegeben wird. 6. Hat Ihr Ofen Betriebstemperatur erreicht, schließen Sie die Primärluft stufenweise nur so weit, dass Sie noch „lebhafte Flammen“ beobachten können. 7. Es wird empfohlen, die Sekundärluft ganz geöffnet zu lassen, damit möglichst viel „Scheibenspülluft“ ein Beschlagen der Sichtscheibe verhindert. 8. Regeln Sie möglichst Ihren Wärmebedarf mit der Aufgabemenge des Brennstoffs. 9. Ein zu starker Drosselbetrieb ist zu vermeiden, da er zu unnötiger Umweltbelastung sowie zu starker Verschmutzung des Feuerraums, der Sichtscheibe und der Rauchgaszüge führt.

B R E N N R AU M G E O M E T R I E : Um optimale Verbrennungsergebnisse zu erzielen, muss die Sekundärluft richtig dosiert und dort zugeführt werden, wo eine hohe Umgebungs-temperatur (> 500°C) vorhanden ist. Nur dann ist eine einwandfreie Reaktion des Sauerstoffs mit den noch nicht nachverbrannten Rauchgasen möglich. (Oxidation) Die Brennräume sind daher mit Wehalite- oder Skamolplatten ausgerüstet, die den Brennraum so isolieren, dass während des fast gesamten Brennvorganges die notwendigen Temperaturen erreicht werden. Beide Werkstoffe bestehen aus hochdruckgepresstem Vermiculite, einem glimmerartigen Naturprodukt. Schamottplatten müssten fast dreimal so dick ausgelegt werden, um den gleichen Effekt zu erzielen. Durch die hohen Temperaturen entstehen auf den Oberflächen der Schutzplatten fast keine Rußablagerungen. Geringe Ablagerungen brennen sich selbst wieder frei. Eine mechanische Reinigung ist nicht notwendig und auch zu vermeiden, da sonst Beschädigungen an der Oberfläche entstehen können. Beim Beschicken mit Brennstoff (Holzscheiten) ist darauf zu achten, dass die Holzscheite nicht zu fest gegen die Platten gestoßen werden.

R AU M H E I Z V E R M Ö G E N - VO N - K A M I N Ö F E N: Kaminöfen sollten für den jeweiligen Aufstellraum keinesfalls überdimensioniert ausgewählt werden. Überdimensionierte Geräte müssen ständig gedrosselt werden und können dadurch nicht optimal ausbrennen. Folge ist, dass die Sichtscheibe beschlägt und alle rauchgasführenden Teile durch kondensierende Rauchgase verteeren können. Das Raumheizvermögen eines Kaminofens wird entsprechend DIN 18893 in 3 ver-schiedenen Größen angegeben. Diese Angaben richten sich im Wesentlichen nach der Lage des Wohnraums, in dem der Kaminofen aufgestellt werden soll. 1. Günstigste Heizbedingungen ergeben Räume die nach Süden gerichtet sind und nur eine Außenwand haben. 2. Weniger günstige Heizbedingungen ergeben Räume mit nur einer Außenwand, aber unbeheizten Nebenräumen. 3. Ungünstige Heizbedingungen ergeben Räume mit 2 Außenwänden und Nordlage. Faustregel ist etwa, dass Sie pro kW Nennwärmeleistung mindestens 15 - 20 m 3 Wohnraum beheizen können.

N Ü T Z L I C H E - I N F O R M AT I O N E N - F Ü R - K A M I N Ö F E N: Viele Betreiber eines Kaminofens sind mit ihrer Feuerstätte eigentlich ganz zufrieden. Wenn der Ofen in Betrieb ist, gibt er wunderbare Wärme ab und das Holz knistert hinter der Scheibe. Doch leider kann man das Feuer nicht sehen, da die Scheibe immer schwarz wird. Das muss nicht unbedingt sein. Manchmal reichen bereits einige Tipps, um die Funktion eines Ofens zu verbessern.

V E R S C H M U T Z T E - S C H E I B E N: Ein häufiges Problem bei Kaminöfen und bei Kaminen mit Glastüren. Die Abgase kondensieren an der (relativ) kalten Scheibe und schwärzen die innere Oberfläche. Erste Regel: Legen Sie das Brennholz ganz nach hinten gegen die Rückwand. Legen Sie die Holzscheite immer quer in den Ofen, niemals mit der Stirnseite zur Scheibe (an den Stirnseiten tritt das meiste Holzgas aus!). Verwenden Sie nur trockenes unbehandeltes Holz (keinen Holzabfall). Gut konstruierte Feuerstätten verhindern die Schwärzung der Scheiben durch geschickt vorgeheizte Verbrennungsluft, die von innen an der Scheibe entlangge-führt wird (Sekundärluft). Dieses System funktioniert aber nur, wenn gleichzeitig die Primärluft (Luftführung durch die Ascheschublade bis unter die Flamme) weit gedrosselt oder ganz geschlossen wird. Die Primärluft bleibt nur während der Anheizphase geöffnet. Manchmal nützen auch diese Tipps nichts: Dann ist Ihr Ofen entweder undicht ("Falschluft" pfeift unkontrol-liert durch Türen und Ascheschublade in den Brennraum) oder Ihr Ofen ist konstruk-tiv nicht mit einer funktionsfähigen "Scheibenspülung" ausgestattet: Sekundär-luftschieber im Bereich des Scheibenrahmens lassen nur kalte Luftschleier zur Scheibe gelangen und halten die Scheibe meist nur stellenweise durchsichtig. Es gibt auch Öfen, an denen die Sekundärluft nicht geregelt werden kann. Hier hilft nur eine Drosselklappe im Abgasrohr, die bei zu starkem Schornsteinzug ein unkon-trolliertes Abbrennen des Brennstoffes verhindert. Einige Ofen-Typen verzichten ganz auf eine Sekundärluftregelung. Diese Öfen sind für die Verbrennung von Holz kaum geeignet (eher für Brikett und Steinkohle) und werden i.d.R. auch nicht mit einer Glastür ausgestattet.

Für die Reinigung verschmutzter Scheiben gibt es neben speziellen Produkten (Glasreiniger, teure Spezialmittel) auch einige "Hausfrauentipps". Leicht verrußte Scheiben lassen sich mit einem feuchten Tuch, das vorher in Asche getunkt wurde, mühelos wieder säubern. Besonders hartnäckige oder dicke Teerschichten kann man mit einem Ceranfeld-Reiniger (Rasierklinge) abkratzen. "Chemische Keulen" können beim Einsprühen heruntertropfen und entweder an der Lackierung des Ofenmantels oder in den Fugen von Fliesen bleibende Spuren hinterlassen.

R AU C H - B E I M - N AC H L E G E N - VO N - H O L Z: Dieses Problem tritt häufig bei Kaminöfen mit großen Türöffnungen auf. Wenn man während des Betriebes die Tür öffnet, muss der Schornstein plötzlich die achtfache Luftmenge fördern, um im gesamten Tür-öffnungsbereich einen Unterdruck zu erzeugen. Der Schornstein ist hierzu nur in der Lage, wenn er einen ausreichenden Querschnitt und genügend wirksame Höhe hat. Man sollte deshalb vor dem Kauf eines Ofens vom Schornsteinfeger prüfen lassen, ob der Schornstein für einen Kaminofen mit Panoramascheibe (freier Querschnitt bei geöffneter Tür über 1200 cm 2 ) geeignet ist. Falls dies nicht der Fall ist, kann man auf Öfen mit geteilter oder kleinerer Tür ausweichen. Haben Sie bereits den "verkehrten" Ofen im Wohnzimmer stehen, helfen manchmal auch folgende Tricks: Prüfen Sie, ob eine evtl. vorhandene Drosselklappe im Verbindungsstück in der richtigen Position (offen) steht. Öffnen Sie die Tür erst einen Spalt weit und warten ein paar Sekunden, dann die Tür ganz langsam so weit wie nötig öffnen und das Holz nachlegen. Legen Sie das Holz ganz nach hinten quer in den Brennraum. Grundsätzlich wirkt sich ein senkrechter Rauchgasabgang nach oben positiver auf die Funktion eines Ofens aus als ein Abgang nach hinten.

H O L Z - V E R B R E N N T - N I C H T - VO L L S T Ä N D I G: Nachdem das Feuer erloschen ist, befinden sich oft noch unverbrannte Holzstückchen im Feuerraum. Hierfür gibt es zwei Ursachen: M eistens war das Brennholz nicht ganz durchgetrocknet, als es ins Feuer geworfen wurde. Es verbrennt dann nur der Teil, der direkt im Glutbett des vorhandenen Feuers gelegen hat. Der Rest erlischt, sobald die zusätzliche Wärmequelle versiegt (siehe auch Holzlagerung). Eine weitere Ursache kann entweder die Konstruktion der Feuerstätte oder eine Fehlbedienung sein: Holz sollte bei der Verbrennung möglichst keine Luft von unten (über den Rost) bekommen. Die Holzstücke werden, sobald sie direkt über dem Rost liegen, regelrecht weggebrannt. Die Enden bleiben nachher unverbrannt liegen. Optimal ist die Verbrennung in einem Glutbett (wie beim Lagerfeuer). Die Verbrennungsluft kommt von oben und von den Seiten. Zum Anheizen muss man üblicherweise Luft von unten zugeben (Primärluft), damit das Holz anbrennt. Danach sollte man möglichst schnell die untere Luftzuführung schließen und nur noch mit der Sekundärluft (Luft von oben) regeln. Bei guten Kaminöfen bleibt so auch die Scheibe sauber. Unser Tipp: Lassen Sie die Holzreste in der Feuerstätte liegen. Sie bilden üblicherweise ein optimales Glutbett für den nächsten Heizvorgang.

SCHAMOT T S T E I N E - G E B R O C H E N: In der Schamottierung von Öfen und Kaminen bilden sich häufig dünne Risse. Dies ist normal wenn man bedenkt, dass an den Schamottsteinen Temperaturen von über 600°C entstehen können. Die hohen Temperaturen sorgen für opti-male Nachverbrennung der Abgase und verhindern Kondensation und Teerbildung im Brennraum. Kritisch wird es erst, wenn sich Teile der Schamottierung heraus-lösen und in den Ofen fallen. Es kann dann zu Schäden am Mantel der Feuerstätte oder (bei Kaminen) zu übermäßiger Erwärmung der Gebäuderückwand kommen.